| Ursula Haller Nationalrätin Vizestadtpräsidentin Thun |
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Immer dann, wenn ich mir erlaube, bei gewissen Themen eine andere Haltung einzunehmen als die von der Schweizerischen Parteileitung vorgegebene - und dafür Rüffel oder Kritik kassiere - denke ich an Persönlichkeiten, die unsere Partei in der Vergangenheit prägten und die für die darauf folgenden Generationen zu Vorbildern wurden. Und immer dann, wenn ich mir wünschte, ich könnte bei einem "alten BGBler", Rat und Tat (und allenfalls auch Trost) holen, denke ich wiederum an Persönlichkeiten, die unsere Partei prägten. Und dazu gehört ganz eindeutig Rudolf Minger! Zugegeben, die Distanz zwischen seinem damaligen Wirken und meiner heutigen Tätigkeit ist zu gross, die damaligen Gegebenheiten und das heutige Umfeld sind zu verschieden, um irgend eine Parallele herzustellen. Trotzdem spüre ich eine gewisse "Seelenverwandtschaft" mit ihm (alle, die jetzt das Gefühl haben, ich sei Grössenwahnsinnig, mögen mir verzeihen!) Aber ist es nicht wunderschön in seinem Nachruf lesen zu dürfen, dass er "politisch ein hochbegabter Berner war, mit Mut, feinem Spürsinn und gesunder Urteilskraft"? Ist es nicht einzigartig wissen zu dürfen, dass es "wohl wenige Bundesräte gab, welche das Schweizervolk so in sein Herz geschlossen hat wie Rudolf Minger"? Würden wir aktive Politiker und Politikerinnen uns nicht auch wünschen, dass dannzumal die Nachwelt derart schöne Worte für das verblichene irdische Wirken finden wird? Rudolf Minger war eine grosse Persönlichkeit mit einer einzigartigen Ausstrahlung. Er hat die Berner BGB geprägt, wie die SVP später durch Adolf Ogi und jetzt durch Samuel Schmid geprägt wird. Dafür danke ich ihm. Sicher schaut er manchmal sorgenvoll vom Himmel herunter und möchte ab und zu das Leitseil in die Hand nehmen, um unsere Partei auf dem Pfad der Tugend zu halten...! |
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