Erinnerungen
   
  Seit dem Tod von Rudolf Minger wurde ihm mit zahlreichen Erinnerungsanlässen und an verschiedenen Orten gedacht. Wir haben diese in den nachfolgenden Rubriken für Sie zusammengetragen.
   
  Kennen Sie noch weitere Erinnerungen?
Dann melden Sie uns diese doch bitte zur Vervollständigung dieses Kapitels.
   
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Gedenkfeiern

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Anlässe

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Mingerstrasse

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Orte/Stätte

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Diverses

   
   
 

Gedenkfeiern

   
   
  Beerdigung am 26.08.1955
   
  Rudolf Minger wurde mit einem Staatsbegräbnis auf dem Friedhof in Schüpfen beigesetzt. Einen solchen Aufmarsch (ca. 10'000 Personen) erlebte Schüpfen vor- und nachher nie mehr.
   
 
  Trauerzug auf dem Weg von der Kirche zum Friedhof in Schüpfen
   
  Den Film (Dauer 4 Min. 44 Sek.) können Sie hier durch einen Mausklick starten
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  100. Geburtstag am 13.11.1981
   
  1981 fand in Schüpfen eine Gedenkfeier zum 100. Geburtstag von Rudolf Minger, mit alt Bundesrat Rudolf Gnägi und OGG-Präsident Fritz Zurflüh als Hauptreferenten, statt.
   
   
  50. Todestag am 23.08.2005
   
  Zum 50. Todestag von Rudolf Minger fand am 14. August 2005 in Schüpfen erneut eine Gedenkfeier statt. Die Gedenkansprache wurde durch Bundespräsident Samuel Schmid gehalten. Rund 700 Gäste waren an dieser Feier anwesend.
   
 
Rede von Bundesrat Samuel Schmid als pdf-Datei
   
  Den Beitrag von "Telebärn" (Dauer 4 Min.) können Sie hier durch einen Mausklick starten
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Die DVD oder das VHS-Video mit der ganzen Gedenkfeier und einer 20 Min.-Zusammenfassung, inkl. Fernsehbeiträge kann bei uns bezogen werden

   
   
  125. Geburtstag am 13.11.2006
   
  Zum 125. Geburtstag von Rudolf Minger wurde ihm zu Ehren am 13. November 2006 diese Homepage gestaltet  und zu einem Politabend mit Vernissage unter dem Motto „Politik und Gewerbe heute“, mit Bundesrat Samuel Schmid als Hauptreferenten, eingeladen.
   
 
  Rede von Bundesrat Samuel Schmid als pdf-Datei "Es gilt das gesprochene Wort!"
   
  Rede von Kathrin Anderegg (Präsidentin Berner KMU) als pdf-Datei "Es gilt das gesprochene Wort!"
   
   
  90 Jahre „Bierhübelirede“ – Bundesratswahlen 2007
   
  Am 24. November 2007 war es genau 90 Jahre her, seit Rudolf Minger seine legendäre „Bierhübelirede“ in Bern hielt, die damals der Startschuss zur Gründung der bernischen BGB war.

Aus diesem Grund fand am Samstag, 24. November 2007  im Bierhübelisaal in Bern ein rückblickender und in die Zukunft schauender Anlass statt.

Als Referenten sprachen:

Bundesrat Samuel Schmid -> Rückblick „Bierhübelirede 1917“       

Bundesrat Christoph Blocher -> Ausblick „Bundesratswahlen 2007“

   
   
 

Anlässe

   
   
  Minger-Gedenk-Marsch
   
  Der UOV Lyss führte ab 1965 in einem Turnus von 5 Jahren bis und mit 1995 unter dem Patronat der jeweiligen Chefs des Eidgenössischen Militärdepartementes oder der Kantonalen Militärdirektoren den Minger-Gedenk-Marsch in der schönen Frienisberg-Gegend durch. Im Rahmenprogramm der Märsche figurierte jeweils eine kurze Gedenkfeier mit einem prominenten Referenten.
   
   
  Minger-Lauf
   
  Von 1985 -1996 wurde jährlich der Minger-Lauf durchgeführt.
   
   
  Rudolf-Minger-Erinnerungsschiessen
   
  Es führen seit 1956 die Schützengesellschaft und der Pistolenclub Schüpfen, jährlich im Mai, das Bundesrat Rudolf-Minger-Erinnerungsschiessen durch.
   
  http://www.pistolenklub.ch/
   
   
 

Mingerstrasse

   
   
  Bundesrat-Rudolf-Mingerstrasse in Schüpfen
   
 
 
  1972 wurde in Schüpfen für die Benennung der Strassen im Dorf eine Sonderkommission eingesetzt.
Es boten sich verschieden Möglichkeiten zur Benennung der Strassen an, so z.B. nach Blumen, Bäumen oder nach den bestehenden Flurnamen. Die geplante Herrengasse sollte zu Ehren von Rudolf Minger umbenannt werden. Man war sich jedoch noch nicht einig, ob der Vorname des Bundesrates in die Strassenbezeichnung einbezogen werden sollte. Am 24. April 1974 wurde beschlossen, die bisherige Herrengasse in „Bundesrat R. Mingerstrasse“ umzubenennen und am 30. Oktober 1974 wurden sämtliche Strassenbenennungen genehmigt und in Kraft gesetzt.
Die Bundesrat R. Mingerstrasse verbindet heute die Schulstrasse mit dem Oberdorf. Am Ende der Strasse (südseitig) findet man auf der linken Seite den Mingerstock.
(Anekdote aus heutiger Zeit: Die Steuerverwaltung durfte bei den Strassenbezeichnungen jeweils keine Abkürzungen schreiben, wegen der Bundesrat R. Mingerstrasse wurde diese Bestimmung - nach langer Diskussion - aufgehoben.)
   
   
  Die Mingerstrasse beim Guisanplatz in Bern
   
 
 
  Am westlichen Teil des Pulverwegs pflanzte 1933 die Stadtgärtnerei neun Ahorne und schuf damit eine neue Allee. 1946 wurde dieses Strassenstück zusammen mit dem Guisanplatz im Hinblick auf das Eidgenössische Turnfest, das 1947 in Bern stattfinden sollte, ausgebaut. Von da an hiess es ohne formellen Gemeinderatsbeschluss Pulverstrasse. Der neue Name verdrängte den alten, Pulverweg, nicht ganz. „Der Pulverweg verbindet die Papiermühlestrasse bzw. den Guisanplatz mit der Bolligenstrasse und der Ostermundigenstrasse. Im ersten Teilstück wurde er auf Grund des Gemeindebeschlusses vom 29. Juli 1946 auf eine 32m breite Strasse mit Trottoirs und Radstreifen ausgebaut. Die heutige Bezeichnung als "weg" und der wahrscheinlich auf das ehemalige Pulverhaus auf der Allmend zurückführende Name sind für diese grosse Zufahrt zum Ausstellungsgelände nicht mehr zutreffend. Die Baudirektion I schlägt deshalb für das ausgebaute Teilstück die Bezeichnung Mingerstrasse vor. Dies in Anerkennung der grossen Verdienste von Bundesrat Rudolf Minger um das Wehrwesen vor dem Zweiten Weltkrieg.“ Dies ein Auszug aus den damaligen Stadtberner Gemeinderatsunterlagen.
Mit Beschluss vom 27.4.1962 benannte der Gemeinderat der Stadt Bern das Strassenstück Mingerstrasse in Erinnerung an den populären Berner Bundesrat Rudolf Minger. Die Nähe der Militäranstalten und des nach Mingers Freund Henri Guisan benannten Platzes liessen eine Namensgebung, die an den einstigen Chef des Eidgenössischen Militärdepartements und an den Verantwortlichen für die Stärkung der Schweizer Armee am Vorabend des Zweiten Weltkriegs erinnert, als naheliegend erscheinen.
   
   
  Mingerstrasse in der Stadt St. Gallen
   
   
 
 
 

1980 wurde eine neue Erschliessungsstrasse gebaut, die nach Bundesrat Minger benannt wurde. Das hat der Stadtrat am 9.September 1980 beschlossen.
Die Namenkommission hat diesen Namen zu Ehren von Rudolf Minger gewählt, aus Anlass zum bevorstehenden 100. Geburtstag. Rudolf Minger war als bäuerlicher, volkstümlicher Bundesrat bekannt.
An dieser Strasse befindet sich ein Teil der EMPA- Gebäude. (Unter www.stadtplan.stadt.sg.ch  -Themenwahl/Basispläne  können Sie die Lage der Strasse erkunden.)

   
   
 

Orte / Stätte

   
   
  Das Grab
   
 
 
  Das Grab von Rudolf Minger auf dem Friedhof in Schüpfen erinnert kurz nach dem Eingang rechterseits an den am 23. August 1955 verstorbenen alt Bundesrat.
   
   
 

Gedenkstätte in Schüpfen

   
 
 
 

Ein im Jahre 1961 gegründeter Verein, bestehend aus der damaligen BGB, den landw. Organisationen des Kantons Bern, der OGG, des Schweizerischen Unteroffiziersverbandes und der Gemeinde Schüpfen, errichtete oberhalb des Dorfes eine Gedenkstätte. Dieser Verein wurde im Jahr 2004 aufgelöst und die Gedenkstätte ging ins Eigentum der Gemeinde Schüpfen über.
Bei der Verzweigung zur Gedenkstätte wird mit einem grossen beschrifteten Stein auf die Gedenkstätte hingewiesen. Neben diesem Stein steht eine Friedenslinde. Diese Linde wurde nach dem Ende des 2. Weltkrieges gesetzt. Nach Erzählungen, wurde dort von den Schülern mit ihren damaligen Lehrern ein Schatz versteckt. Münzen und sogar Milchzähne wurden in eine grosse Büchse gesteckt und vergraben. Darauf soll dann die Friedenslinde gesetzt worden sein.
Die Gedenkstätte wurde erst Jahre später erstellt, aber wahrscheinlich war die Friedenslinde unter anderem ein Grund für die Standortwahl.
Von der Gedenkstätte hat man einen schönen Ausblick auf das Dorf Schüpfen.
 

 
   
   
 

Bundesratsbrunnen

   
 
 
 

Der Brunnen befindet sich mitten im Dorf von Schüpfen bei der Verzweigung zum Friedhof und Richtung Ziegelried. Der Bundesratsbrunnen erinnert neben Rudolf Minger auch noch an die Bundesräte Jakob Stämpfli und Karl Schenk.
Auszug aus der Altzofinger Chronik «Tobinia» November 1955, dort schrieb Rudolf Mingers Nachfolger im Bundesrat, Eduard von Steiger  über seinen Vorgänger: «Er war ein politisch hochbegabter Berner, mit Mut, feinem Spürsinn und gesunder Urteilskraft. Es gibt wohl wenige Bundesräte, welche das Schweizervolk so in sein Herz geschlossen hat wie Rudolf Minger. Der Brunnen, der zur Erinnerung an die drei Bundesräte Stämpfli, Schenk und Minger in Schüpfen steht, ist drei Mitgliedern unserer obersten Landesbehörde gewidmet, welche zu diesem Dorf besondere Beziehungen hatten. Von Stämpfli hatte Minger das Feuer, von Schenk die ruhige bernische Überlegung. Aber keiner von diesen beiden ist dem Volk so ans Herz gewachsen, keiner war so ganz allgemein beliebt wie Du, Rudolf Minger.»

 


Schüpfen und „seine“ drei Bundesräte:

Jakob Stämpfli
23.02.1820 – 15.5.1879
Geburtsort Schwanden, Schüpfen.
Er war für die FDP im Bundesrat von 1854-1863. 

Karl Schenk
1.12.1823 – 18.07.1895
Er war in Schüpfen Pfarrer.

Karl Schenk war Jakob Stämpflis Nachfolger im Bundesrat von 1863-1895. 

Rudolf Minger
13.11.1881 – 23.08.1955
Wohnhaft in Schüpfen von 1907 bis zu seinem Tode.
Parteigründer der BGB und als erster für die BGB im Bundesrat von 1929-1940. 

Rudolf Minger hielt zum 100. Geburtstag von Bundesrat Jakob Stämpfli eine Rede in Janzenhausen.

   
   
 

Der Mingerhof

   
 
 
 

Der einstige. Bauernhof von Rudolf Minger befindet sich an der Leimernstrasse 1 in Schüpfen. Er wird heute von seinen beiden Urenkeln Ernst und Walter Schneider bewirtschaftet.

Der Hof ist im Bauinventar als schützenswert aufgeführt, Kurzbeschrieb:

-          Bauernhaus um 1850, Hof von Bundesrat Rud. Minger.

-          Klar gegliederter Riegbau mit mächtiger Ründi unter weitausladendem Krüppelwalmdach, EG schindelverrandet und schilffarbig gestrichen. Mächtige Laube auf der O-Seite; sehr grosszügige, breite Sandsteinterrassen auf drei Seiten; zwei gewölbte Keller mit schmiedeisernen Schlössern.

-          Ueberaus stattliches, mächtiges Bauernhaus, steht frontseitig zur Oberdorfstrassengabelung, bildet markanten Dorfeingang

   
   
 

Der Mingerstock

   
 
 
 

Der letzte Wohnort von Rudolf Minger befindet sich neben dem Mingerhof an der Dorfstrasse 27 in Schüpfen. Der Stock ist heute an eine Familie vermietet. Bis zur Gedenkfeier 2005 gab es im Stock ein abgeschlossenes Zimmer, Rudolf Mingers Zimmer. Es wurde seit seinem Tod so belassen und so soll bis letztes Jahr noch Mingers letzter Stumpen im Aschenbecher gelegen haben. Sachen von Bedeutung wurden Anfangs der 70-er Jahre dem Bundesarchiv als Mingers Nachlass übergeben.

Der Stock ist im Bauinventar als schützenswert aufgeführt, Kurzbeschrieb:

-          Wohnstock von 1836.

-          Regelmässig gegliederter Riegbau mit halbkreisförmiger Ründi. Holz der Sichtriegkonstruktion schilffarbig gestrichen, EG schindelverrandet, W-seitige eingewandete Laube auf Holzstützen, zwei gewölbte, parallel nebeneinanderliegende Keller.

-          Stattlicher Wohnstock, steht firstparallel mit Bauernhaus und frontseitig zur Strasse.

   
   
 

Die Mühle in Mülchi

   
 
 
 

Das Elternhaus von Rudolf Minger, die Mühle in Mülchi, ist heute immer noch in Pacht der Familie Aeberhard (Verwandte von Minger).

   
   
 

Diverses

   
   
  "Bundesrat-Minger-Marsch"
   
 
 
  Dieser Marsch wurde 1929 von Musikdirektor Carl Friedemann, welcher damals Dirigent der Stadtmusik Bern war, komponiert. Die Musikgesellschaft Schüpfen widmete ihn Rudolf Minger. Am 13. Dezember 1929, bei Mingers Empfang in Schüpfen nach seiner Wahl in den Bundesrat, wurde der Marsch erstmals öffentlich gespielt.
   
  Hörprobe als mp3-Datei
   
   
  Schweinsbraten "Ruedi Minger"
   
 
   
  Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Spielend kochen" von Marianne Kaltenbach (Ausgabe 1973)
   
   
 
Tierpark Dählhözli
   
 
   
 
Tafel im Tierpark Dählhözli
   
   
   
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